Nachhaltiges Wirtschaften

Vom linearen zum systemischen Denkmodell

Der Erfolg und das Gelingen einer Organisation ist unmittelbar mit den Beziehungen unterschiedlicher Personen und Funktionen verbunden und wie diese miteinander kommunizieren. Wenn die Balance aus dem Gleichgewicht gerät, rückt ein geplantes Ziel in weite Ferne oder ein Projekt scheitert.

Um diese Themen zu bearbeiten und dafür Lösungen zu finden, ist die systemische Organisationsaufstellung eine der wirkungsvollsten und spannendsten Innovationen in der Beratungsarbeit der letzten zwei Jahrzehnte. Mit dieser Methode werden Themen räumlich abgebildet und „in den Raum gestellt“. Beziehungen und die Wirkung einzelner Elemente zueinander werden dreidimensional sichtbar, hörbar und spürbar gemacht. So entsteht in einem Prozess mit dem Klienten ein sicht- und fühlbarer Erlebnisraum, der das reale System widerspiegelt. Klienten erkennen deshalb sehr schnell das für die Lösung Wesentliche. Diese Methode ist effizient und kostengünstig.

Systemdenken als Methode: Man kann mittlerweile sagen, dass sich in den wirtschaftsbezogenen Bereichen der Wissenschaft herumgesprochen hat, dass systemische Methoden notwendig sind, um mit der Komplexität und Dynamik unserer Zeit umgehen zu können. Systemdenken hat sich seit den 1960er Jahren in „Schüben“ entwickelt und die jeweils hervorgebrachten Methoden haben Einzug in die Managementwelt gehalten. Gleichzeitig mit dieser Entwicklung entstand auch der Bedarf, die Gütekriterien für die entsprechende Forschungsarbeit zu überdenken. Ursprünglich begründet in der naturwissenschaftlichen Forschung waren Kriterien wie Objektivität, Generalisierbarkeit, Zuverlässigkeit, Gültigkeit und Unabhängigkeit wesentlich. Es geht darum, die Ursache-Wirkung zu erklären, zu messen und logisch darzustellen. Solche Kriterien sind in der systemischen Arbeit wenig bis gar nicht anwendbar. Man bedient sich hier Kriterien aus der qualitativen Forschung, wie etwa Kontextbedingungen, Glaubenssystem, Anschlussfähigkeit, ökologische Validität, etc. [1]

 

Systemische Organisationsaufstellungen schärfen den Blick auf das Wesentliche und helfen, komplexe Systeme darzustellen und Störfelder zu identifizieren und zu lösen. Deshalb arbeiten wir immer öfter mit dieser Methode.

 

Anfragen sind jederzeit willkommen unter benedicte.haemmerle@implus.at.

 

 

[1] Ursula Kopp, Institute for Managing Sustainability, WU Wien

 


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